Die Geschichte
Mai 2010 – Es trifft mich wie der Blitz: Meine Frau erkrankte plötzlich an Brustkrebs. Kurze Zeit darauf verstarb sie. Was jetzt? Über die Situation rund um den Tod hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Was muss ich tun? Was ist richtig? Was will ich und wer hilft mir? Kann ich das alles bezahlen?
Überwältigt von all den Entscheidungen, die plötzlich getroffen werden müssen, war ich zunächst einmal überfordert. Gut, dass ich einen befreundeten Bestatter an meiner Seite wusste.
Das war eine wirklich schwere Zeit. Alles von einer kompetenten Person geregelt zu wissen, hat mir jedoch sehr geholfen. Durch die einfühlsame Beratung konnte mir zwar nicht der Schmerz und die Trauer genommen werden, aber ich wusste, dass alles andere geregelt war. So konnte ich mich der Trauer wirklich annehmen und mich auf das konzentrieren, was mein damals 3-jähriger Sohn und ich gebraucht haben.

Heute bin ich wieder verheiratet und mein Anliegen ist es für trauernde Menschen so da zu sein, wie ich es selbst erlebt habe. Ich habe selbst gefühlt, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. Aber dadurch weiß ich auch, worauf es in dieser Situation wirklich ankommt, was Menschen gut tut und was sie brauchen. Menschen in seelischer Not aufzufangen, mich ganz auf sie einzulassen und ihnen Halt zu geben, ist meine Motivation. Und dies jeden Tag auf’s Neue!
